bahnNpost

Postmodelle
im Maßstab 1zu160
auf Schiene
und Strasse

Modellinformationen aus dem realen Betrieb und Hinweise für den Modelleinsatz

Post2ss-t/15
                                                                   Fotos und sonstige Unterlagen :     Sammlung BAHNPOSTMUSEUM
Einsatz der Bahnpostwagen      1976      bis     1997
Kombinierbar mit Loks und Wagen dieser Zeit als Schnellgüterzüge, aber auch in Bahnpostzügen und Reisezügen
- besonders auch mit den Post2ss-t/13 ( von ARNOLD ) und den Habis ( von Electrotren )

  
Post Collection ( Dingler )  010107                                                       Post Collection ( Dingler )  0101....

In den Jahren 1973 bis 1975 wurde der Paketbeförderungsdienst der DBP grundlegend verändert. Es erfolgte die Einführung eines Behälter-Transportkettensystems, sowohl mit Strassenfahrzeugen wie auch im Schienentransport.
Dazu wurden von der DBP entwickelte Paketrollbehälter eingesetzt und die bisher übliche einzelne Verladung der Pakete abgelöst. Die Paketrollbehälter sind übrigens auch heute noch im Einsatz bei der DHL in LKW's und in Wechselkoffern auf Strasse und Schiene ( PIC )

Ab Fahrplanwechsel im Mai 1977 wurde zwischen den vorhandenen 35 zentralen Paketumschlagstellen ein spezielles Post-Güterzugnetz eingerichtet. Die bei der DB eingeführte HG von 120 km/h für Schnellgüterzüge wurde dabei ausgenutzt.

Dafür brauchte die DBP neue großräumige Güterwagen für diese höhere Geschwindigkeit.
Bei der DB standen dafür nicht genügend geeignete Wagen ( zur Anmietung ) zur Verfügung.
Bei einer Privatfirma wurden daher Hbiqss und Habiqss angemietet.
Zusätzlich wurden 75 2-achsige 15 m-lange Transport-Bahnpostwagen ( in Güterwagenbauart ) bestellt.
Hersteller war die Waggon Union GmbH Werk Netphen 2

Sie erhielten die Bezeichnung Post2ss-t/15
mit den Wagennummern         Postinterne Nummern ( PINT ) 76 801 bis 76 875
                                            UIC-Nummer 50 80 00-03 601 bis -03 675
   
Die Post2ss-t/15 waren mit einem UIC-Laufwerk ausgestattet und hatten eine lastabhängige Druckluft-Klotzbremse und eine elektrische Durchgangsheizleitung. Sie waren dadurch auch in Reisezügen und in Bahnpostzügen einsetzbar.
Das Ladevolumen umfasste 28 Paketrollbehälter, was eine günstige Ladekapazität zu den Achs/km-Kosten ergab.
Die Farbgebung war ozeanblau ( RAL 5020 ) mit graunraunem Untergestell ( RAL 8019 ) und umbragrauem Dach ( RAL 7022 ). Die breiten Ladeschiebetüren in Aluminium erhielten keinen Anstrich.
Analog zu der bei der DB üblichen kalkulatorischen "Lebensdauer" wurden 32 Jahre berechnet.
Die Wagen waren im Einsatz bis zur Einstellung des Bahnpostdienstes im Jahre 1997.
Der Wagen - 03 635 wurde bei einem Unfall im Jahre 1992 beschädigt ausgemustert und an die DB gegen Ersatzleistung verkauft.
1997 waren die Wagen -03 607 / -03 631 / -03 634 / - 03 636 bei der DB nicht mehr nachweisbar, sie blieben verschollen.
Die übrigen 70 Wagen wurden an on Rail Gesellschaft für Vermietung und Verwaltung von Eisenbahnwaggons mbH in Mettmann verkauft, von der sie als Hbbkks weiter eingesetzt wurden.

      
Aus einer aktuellen Antwort von On Rail zum Verbleib dieser Wagen:
    Der Großteil dieser Wagen wurde schon vor langer Zeit verkauft, bzw. ein Teil auch der Verschrottung zugeführt. Über den Einsatz der Wagen bei den derzeitigen Besitzern sind wir nicht informiert. In jedem Falle laufen die Wagen nicht mehr unter der Bezeichnung On Rail.


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