bahnNpost

Postmodelle
im Maßstab 1zu160
auf Schiene
und Strasse

Modellinformationen aus dem realen Betrieb und Hinweise für den Modelleinsatz

Post 4-a/15   Post 4-b/15
                                                                   Fotos und sonstige Unterlagen :     Sammlung BAHNPOSTMUSEUM
Einsatz der Bahnpostwagen      1938      bis     1976 ( DBP ) 1987 ( DP )
Kombinierbar mit allen Loks und Wagen dieser Zeit für Personen- und Eilzüge

  
Post Collection ( Dingler )  010103                                                       Post Collection ( Dingler )  010104

Ende der 30' Jahre beabsichtigte die DR Personen- und Eil-Züge nur noch mit 4'achsigen Wagen zu fahren. Die geplante Umstellung der DR auf 4'achsige Wagen wurde durch den Krieg nicht umgesetzt.

  
Genau in diese Zeit wurden bei der DRP neue Bahnpostwagen für den Nahbereich mit geringeren Postversanden gebraucht, die in diesen Zügen mitfahren sollten als Ersatz für alte auszumusternde 2' und 3'achsige Bahnpostwagen. In Zusammenarbeit mit der Firma WUMAG wurde ein neuer Wagen in verschweißter Ganzstahlbauart entwickelt, der mit seinen beiden Görlitz III - Drehgestellen die Forderungen der DR erfüllte.
Erstmals wurde, als Schutz gegen Funkenflug, auch ein Unterboden aus gesicktem Stahlblech eingebaut.
Drei Wagen erhielten über dem Briefraum ein zusätzliches Fenster.
  
1937 wurden die neuen 15 m Wagen in Auftrag gegeben, zunächst als Allesbahnpostwagen ( 487 Stk = Post 4-b/15 später Post 4-a/15 ) und ab 1940 auch als Paketbahnpostwagen ( 65 Stk = Post 4-c/15 später Post 4-p/15 ). Durch die Kriegsereignisse kamen jedoch nur 375 Wagen zur Auslieferung, von denen wiederum ein Teil durch Kriegseinwirkungen verloren ging. Bis auf Ausnahmen trugen sie die Wagennummern 4688 ... 5302 ( gemischt mit den gleichzeitig ausgelieferten 21,6 m Wagen und mit Lücken wegen der nicht ausgelieferten Wagen ).

Das Drehgestelllaufwerk verlieh den 15 m Wagen einwandfreie Laufeigenschaften, auch als später die Höchstgeschwindigkeit der Züge stark heraufgesetzt wurde. Es war eine in technischer Hinsicht fortschrittliche Konstruktion, die bei den fahrenden Personalen wegen ihrer Laufruhe beliebt waren. Sie erlaubte Geschwindigkeiten bis zu 120 kmh.

Ein anderer Punkt war es, dass sie bei der Post in's Abseits gerieten:
Die Bahn rechnete mit der Post nach Achskilometern ab. Für jede Achse und jeden gefahrenen km wurden die zu bezahlenden Kosten berechnet. Dadurch entstanden für diese kurzen 15 m Wagen die gleichen Kosten wie für die viel längeren 21,6 m Schnellzug-Bahnpostwagen ( ebenfalls seit vor dem Krieg eingesetzt ) bei deutlich geringerer Ladekapazität.

Um den Bedarf zu decken wurden von der Postverwaltung in der franz. Besatzungszone 1949 nochmals 15 Post 4-a/15 bestellt. Das änderte aber nichts daran, dass dieser Wagentyp wegen seiner wirtschaftlichen Unrentabilität bald nur noch als Aushilfs-, Reserve- oder Standwagen benutzt wurde oder sogar ganz ausrangiert wurde, besonders als 1952 die ersten 26,1 m Bahnpostwagen zum Einsatz kamen. Bis Anfang der 70' Jahre wurde sie im Bereich der DBP vollständig ausgemustert.

Bei der DP der DDR wurden die kurzen Vierachser modernisiert und auf Rollbehälterverkehr umgerüstet und waren bis in die 80' Jahre noch im Einsatz.
  
4743   Post 4-a/15   1944 - 1978                                                          5265   Post 4-c/15   1940 - 1968
DBP   Mannheim   19.12.59   Foto Jochen Claus                                  DP   Hof/Saale   24.03.62   Foto Jochen Claus


Am Kriegsende verblieben wenige Wagen in Österreich ( 8 ? ) und je ein Wagen in Belgien und Luxemburg.
Was mit den Wagen geschah, die im Osten Deutschlands ihren Standort hatten, ist nicht bekannt.



Ein einziger Wagen, der Post 4-b/15 ist heute noch im Einsatz bei den Eisenbahnfreunden Untermain e.V. als Gesellschaftswagen Wgyg im Rhön-Zügle mit Standort Fladungen.
Er wurde 1938 gebaut und bekam als Zweitbelegung die Nummer 2777 eines zerstörten Wagens,
wurde zuletzt als Standwagen in Frankfurt/Main benutzt und am 11.01.1980 ausgemustert.
  

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