

Dies ist eine private Seite mit Infos zu den N-Modellen der Post Collection
Hier stehen die früheren Angebote der Philatelie Collection
Angebot Oktober 2002
Vorzeitig im Verkauf beim Bahnpostfest in Losheim im August 2002
- bis Oktober 2002 im Versand fast ausverkauft

Philatelie Collection im Herbst 2002 und im Frühjahr 2003
( Übertragung der damaliegen Neuheiten-Info vom Herbst 2002 (in Papierform) in's Internet )
Neukonstruktion für die Deutsche Post Collection durch 
- die mit diesen Modellen auch erstmalig für den Deutschen Markt produzieren.

Kurzinfos
BestNr 006751
006752
Angebot Herbst 2002
Frühjahr 2003
Epoche III
Epoche IV
Preis je 29,90 € Limitierung je 3.500 Stk
"Erstmalig in Spur N: Bahnpostwagen Post 2-a/14 (Epoche III)
Das Modell dieses Bahnpostwagens wird erstmalig im Maßstab 1:160 angeboten.
"Nach dem großen Erfolg der H0-Variante können nun auch Sammler des kleineren Formats den bekannten Zweiachser in ihre Sammlung einreihen.
Das Vorbild wurde ab 1953 in neuer Leichtbauweise gefertigt und weist schon die moderne Fensterform der Reisezugwagen auf.
Der Bahnpostwagen wurde im Nah- und Bezirksverkehr eingesetzt und ab Ende der 60er Jahre mit geänderter Beschriftung weiterhin genutzt.
Alle typischen Merkmale dieser Baureihe wurden im Modell authentisch umgesetzt. Die Bedruckung genügt höchsten Ansprüchen.
Lassen Sie sich dieses Highlight für Sammler und Spur N-Bahner nicht entgehen!"
Soweit der offizielle Werbetext aus Prospekt und Internet.
Bei den Veranstaltungen des N Club hatte ich beide Mo-
delle dabei. Alle, die die Wagen gesehen haben, waren
restlos begeistert von der Ausführung. Die Nachfrage nach
den Modellen war entsprechend groß. Auch die Aussicht,
daß ein neuer Produzent für deutsche N-Modelle auf den
Markt kommt, wurde von den N-Bahnern positiv aufgenom
men.
Im NBM vom September war eine Anzeige der Collection. Sofort, noch vor dem Ausgabetermin,
begann die Nachfrage nach dem Modell. Abgebildet war das Epoche IV-Modell. Auch danach wurde sofort gefragt.
Deshalb wurde der Verkauf im Versand vorzeitig freigegeben.
Zum "offiziellen Verkaufsbeginn" im Oktober war bereits fast die ganze Ep III-Auflage verkauft
und von der Epoche IV, die noch nicht beworben wurde, auch bereits ca 700 Stk !
Wer sagt da, die Spur N lohnt nicht ?
Die Deutsche Post hat zunächst eine Sperrfrist auf die Neukonstruktion. Nach Ablauf der Sperrfrist kann Electrotren die Form auch für andere Ausführungen benutzen.
Bei einem Erfolg des Post 2-a/14 werden auch weitere Modelle erscheinen. Die Pläne liegen schon in der Schublade.
Es liegt also an uns N-Bahner, ob vorhandene Lücken in Zukunft geschlossen werden !
Vorbildinfos zum Post 2-a/14
Nach Kriegsende war der Bestand der Bahnpostwagen stark zurück gegangen. Nur etwa 1.200 Wagen, ca 60 % des Sollbestandes, standen, mehr oder weniger stark beschädigt, bzw ihrer hölzernen Innenausrüstung beraubt, zur Verfügung. Die übrigen Bpw waren durch Kriegseinwirkungen oder auf andere Art in Verlust geraten. Nach Kriegsende war mit den mangelhaft vorhandenen Mitteln die erste Hauptaufgabe, die Einsatzfähigkeit der vorhanden Wagen wieder herzustellen.
1948 wurden erste kurze 2-Achser in Güterwagenbauart als Päckereiwagen ( -b/13 ) neu angeschafft. Im Jahre 1950 waren wieder 1445 Bahnpostwagen einsatzbereit.
Auf alle Fahrzeuge wirken bei ihrem Einsatz viele Kräfte ein: Reibungs- und Luftwiderstand, Kurven-fahrten, Abbremsen und Beschleunigen.
Teilweise ist ein Zusammenhang mit dem Gesamtgewicht vorhanden. Dieses wirkt sich auch auf den Schienenweg ( Gleise und Oberbau, sowie Brücken ) aus. Um die "tote Last" des Eigengewichtes zu verringern, wurde deshalb bei Neukonstruktionen die Stahlleichtbauart verbessert. Nach den Erfahrungen der Flugzeug- und Schiffbauindustrie waren erste Entwicklungen bereits vor dem Krieg gemacht worden. Zusammen mit der Waggonindustrie waren hier die Reichsbahnzentralämter Minden und München aktiv. Dabei wurde auch durch leichtere Baustoffe für den Innenausbau Gewicht eingespart.
Für den Einsatz in Eil- und Personenzügen auf den Strecken mit schwächerem Verkehr wurde ein moderner kleinerer Bahnpostwagen gebraucht,
der den neuen Leichtbaugrundsätzen und den Anforderungen eines geplanten Behälterverkehrs (breite Ladetüren) entsprechen mußte.
Die mit der Konstruktion beauftragte Waggonfabrik Jos. Rathgeber, München, entwickelte einen 2-achsigen, 14,5 m langen Allesbahnpostwagen (Post -b/14,5) mit 8,80 m Achsstand in Stahl-leichtbauart.
Die vier einteiligen Ladeschiebetüren hatten eine Öffnungs-breite von 1100 mm.
Als Besonderheit erhielten die Wagen ein eigens ent-wickeltes Laufwerk mit kombinierten Blatt- und Schraubenfedern und einem Doppelschakengestänge für überkritischen Lauf.
Mit diesem Laufwerk ließ sich auch bei einem Einsatz in Zügen mit 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
(Hg 100) ein befriedigender Wagenlauf erreichen. Trotz der grösseren Kastenlänge und der höheren Lastgrenze(10 t)lag das Eigengewicht mit 18,5 t noch unter demjenigen des Post -b/13 (18,8 t).
Der Post -b/14,5 wurde in zwei Baureihen ( 1953 = 12 Bpw + 1954 = 92 Bpw ) mit insgesamt 104 Wagen gebaut."
1955 wurden nochmals 2 Wagen für das Saarland bestellt.
Der Post 2-b/14,5 ersetzte weitgehend den wegen seiner 4 Achsen unwirtschaftlich gewordenen Post 4-b/15.
Ab November 1959 wurden die Gattungsbezeichnungen der Benennung der Bahnposten angeglichen:
statt b jetzt a für Allesbahnpostwagen
statt a jetzt b für Briefbahnpostwagen
statt c jetzt p für Paketbahnpostwagen
und neu t für die späteren Transportbahnpostwagen (meist in Güterwagenbauart)
1967 entfiel bei allen Bpw in der Bezeichnung die Angabe ",cm" - damit enstand in diesem Fall die neue Bezeichnung Post 2-a/14.
Eine Frage, die von Modellbahnern immer wieder gestellt wurde:
Mit welchen Wagen kann ich den Post 2-a/14 kombinieren ?
Der Post 2-a/14 wurde ab 1953 als Bahnpostwagen für den Nah- und Bezirksverkehr bestellt.
Entsprechend kann das Modell der Epoche 3 mit allen Personenzugwagen und Eilzugwagen, die im regionalen Verkehr unterwegs waren, eingesetzt werden. (Umbauwagen = Donnerbüchsen / 3-Achser / 4-Achser Mitteleinstiegwagen / Silberlinge / ... / Eilzugwagen)
Die Umzeichnung erfolgte Ende der 60'er Jahre - entsprechend ist das Epoche 4 - Modell ( im UIC-Zustand von 1969 ) mit den Wagen, die zu diesem Zeitpunkt im Einsatz waren, kombinierbar.
Das war aber auch die Zeit, in dem der Nahverkehr vielfach schon mit Autos durchgeführt werden.
Nach der Aussage eines ehemals aktiven Bahnpostfahrers wurden die Wagen jetzt oft schon als Zusatzwagen, zusammen mit den mr a/26, in Schnellzügen oder Expresszügen eingesetzt. Zu beachten war dabei nur die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Ausgemustert wurden alle Wagen in den Jahren 1972 bis 1985. Viele Wagen wurden aber auch verkauft an Firmen (z.B. 8 Stk an Interfrigo Basel), an Einzelpersonen, an Eisenbahnmuseen, an Museumseisenbahnen.
Mit offenen Augen können auch heute noch Post 2-a/14 als museale Bahnpostwagen oder umgerüstet für andere Dienste entdeckt werden.
Für technisch Interessierte:
Im BAHNPOSTMUSEUM der Bundesarbeitsgemeinschaft Bahnpost in Losheim bei Merzig ist für einen Unkostenbeitrag von 1 € die Kopie einer 4-seitigen posttechnischen Information über den Post 2-a/14 erhältlich.
Diese Infos stammen
aus dem Archiv für Deutsche Postgeschichte 1/1980, dem Bahnpostwagenbuch von R.Werner + HJ Hölzer,
dem Bahnpostwagen-Archiv 22 der BArGe Bp, sowie persönlichen Recherchen.
Post 2-a/14 Interfrigo WAT PTT Die unendliche Geschichte oder Spur N lohnt sich doch
Bezugsmöglichkeit:
Dieses Modell ist inzwischen vergriffen
Evtl sind einzelne Wagen noch bei einem Erlebnisteam der Deutschen Post Collection erhältlich.
weitere Infos folgen noch
Hier geht es zurück zur Startseite von www.bahNpost.net